Pro & Contra

Die Stadt Freiburg veröffentlicht nicht nur die Pläne zur Stadtbahn Waldkircher Straße – sie nennt auch die Ziele der Planung. "Die Neuplanung der Waldkircher Straße erfolgt gemäß den Zielen der Freiburger Verkehrspolitik"

Einsehbar hier (http://www.freiburg.de/pb/,Lde/962186.html)

 

Wir haben die Argumente geprüft und kontrolliert, inwieweit sie bei der momentanen Planung auch eingehalten werden.

Die Stadt will:

Attraktiver Stadtbahnverkehr: kurze Reisezeiten, sicherer und störungsfreier Verkehrsablauf, Barrierefreiheit, grundsätzlich priorisiert. Zum Erreichen dieses Zieles ist die Führung der Stadtbahn soweit wie möglich auf eigenem Gleiskörper erforderlich.

 

Wir sagen:

Durch Wegfall einer Haltestelle werden für die meisten Anwohner die Wege länger statt kürzer.

 

Der psychologisch als nicht zu lang empfundene 500-Meter-Abstand ist auch mit der bisherigen Trasse für das Güterbahnhofareal gewährleistet.

 

Die neue Trasse verläuft lediglich 90 Meter neben der bestehenden Trasse – das rechtfertigt keinen derart kostenintensiven Umbau.

 

Auch auf der Komturstraße können die Haltestellen barrierefrei ausgebaut werden.

 

Eine Trassenführung der Straßenbahn auf eigenem Gleiskörper ist baulich auf der Waldkircher Straße nicht durchgängig realisierbar.

 

Die Stadt will:

Attraktive und sichere Radverkehrsanlagen. Die Waldkircher Straße ist im „Radkonzept 2020“ als Rad-Vorrang-Route ausgewiesen.

 

Wir sagen:

Die Kreisverkehre bedeuten ein hohes Gefahrenpotential für die "schwachen" Verkehrsteilnehmer. Die Radfahrer müssen sich vor dem Kreisverkehr mit den Autos auf einer gemeinsamen schmalen Spur einfädeln. Dazu kommen noch die Fußgänger, die über die Zebrastreifen die Straße queren.

Eine sehr unübersichtliche Situation, die enorme Risiken birgt.

Eine "Rad-Vorrang-Route" sieht anders aus.

Die Stadt will:

Abwicklung des erforderlichen Kfz-Verkehrs auch zu Spitzenzeiten in ausreichender Qualität.

 

Wir sagen:

Der Verkehrsablauf wird wesentlich schlechter. Nicht nur in Spitzenzeiten ist vermehrt Rückstau zu erwarten, insbesondere durch:

a. gemeinsame Fahrstrecken von Tram und PKW

b. Ampeln an 2 Tramhaltestellen

c. Linksabbieger in 2 Kreisverkehren

 

Jetzt schon entstehen durch den Berufsverkehr täglich Staus auf der Waldkircher Straße. Durch die zusätzlichen Anwohner auf dem Güterbahnhofgelände (ca. 4000 Menschen) wird das noch verstärkt werden. Wenn dann noch die Straßenbahn dazu kommt, mit den notwendigen Ampeln an Kreisverkehren und Haltestellen, kollabiert die Verkehrssituation.

 

Auch die Straßenbahn selber kommt nicht mehr durch – sie muss sich im Norden ja das Gleisbett mit den Autos teilen.

 

Auf Grund der direkten Nähe zur Uniklinik fahren täglich etliche Rettungswagen durch die Waldkircher Straße. Diese werden bei Stau nicht mehr passieren können. Durch die Gleisanlage in der Mitte der Straße kann keine Rettungsgasse gebildet werden.

 

Und das bei Einsätzen, in denen jede Sekunde zählt. Es hängen Menschenleben daran!

Die Stadt will:

Sichere und attraktive Anlagen für den Fußverkehr, mit besonderem Augenmerk auf Belange der Barrierefreiheit.

 

Wir sagen:

Barrierefreiheit ist auf der Waldkircher Straße gegeben – und barrierefreie Haltestellen können auch in der Komturstraße realisiert werden.

 

Wenn alle Bäume auf der Waldkircher Straße gefällt worden sind, wird sie sich in eine heiße Steinwüste verwandeln. Kein Ort, wo sich Fußgänger gerne aufhalten möchten. Auch der baumlose Zollhallenplatz lässt keine Erholungspause zu.

Die Stadt will:

Der Straßenentwurf hat die Belange des Umweltschutzes zu berücksichtigen und soll soweit wie möglich den Straßenraum aufwerten.

 

Wir sagen:

Der alte Baumbestand wertet die Waldkircher Straße auf – die geplante Abholzung schadet der Umwelt und den Menschen. Ein gestörter CO2-Haushalt, erhöhte Lärmbelastung und extreme Überhitzung der Straße werden die Folge sein.

 

Geschützte Tierarten (Mauereidechse, Alpensegler) dürfen nicht noch mehr gefährdet werden.

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© Bürgerinitiative Waldkircher Straße ohne Tram